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Viele unter uns haben keinen Arbeitsplatz; viele sind zur Sicherung ihrer
Existenz auf Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen. Wir nehmen die Probleme der
Arbeitslosigkeit und wachsender Armut in unsere Gemeindearbeit auf und
versuchen entgegenzuwirken und Menschen zu aktivem Handeln zu ermutigen. Daran
hat die ProBeruf gGmbH einen großen Anteil, die seit über 25 Jahren
benachteiligten Jugendlichen Möglichkeiten von Schulabschluss und
Qualifizierung bietet. Gemeinsam mit der "Sozialen Gruppeninitiative e.V." und
dem Stadtkirchenverband trägt die Titusgemeinde diese Arbeitslosenprojekte. Mit
einigen weiteren diakonischen Aktivitäten tragen wir dazu bei, Menschen zu
unterstützen, zu begleiten und zu ermutigen:
Der Besuchsdienst schafft Brücken zu Menschen, die in Einsamkeit und Isolation
leben.
Suchtkranke und -gefährdete Menschen treffen sich regelmäßig zur Selbsthilfe in
der Gruppe 90.
Die Hannöversche Tafel verteilt 14-täglich Lebensmittel an Bedürftige im Alten
Gemeindehaus.
Auf dem Hintergrund dieser Aktivitäten ist die Gemeinde zusammen mit Pro Beruf
2005 mit dem "Diakoniesiegel" ausgezeichnet worden.
Den Fragen der Gerechtigkeit weltweit gehen wir nach in der
"Brot-für-die-Welt"-Arbeit, der "Eine Welt Arbeit", der Unterstützung des
fairen Handels sowie der Fair-Kaffee Kampagne. Eine Leitidee unserer Arbeit ist
der Einsatz für gesellschaftliche Gerechtigkeit - lokal und global.
Durch das Zusammenleben von Menschen aus über 60 verschiedenen Nationen gehört
interkulturelles Leben in Vahrenheide zum Alltag. Bei allen Fragen, die daraus
entstehen sehen wir in dem Zusammenleben von Menschen so vieler Nationalitäten,
Kulturen, Religionen eine Bereicherung. Sie bietet die Chance uns zu öffnen und
über unseren Horizont hinaus zu sehen. Sie fordert uns heraus, auch über
unseren eigenen Glauben und unsere Hoffnungen deutlicher Auskunft zu geben.
Besonders in unseren beiden Kindertagesstätten wird miteinander gelernt und das
gegenseitige Verstehen sowie Toleranz gefördert ( z.B. durch interreligiöse
Projekte wie im Jahr 2006 "Abrahams Geschichten ..."). Im Freundschaftskreis
ausländischer und deutscher Familien, in einer gemeinsamen Frauengruppe, sowie
in Veranstaltungen und Gottesdiensten zur interkulturellen Woche fördern wir
die Integration von einheimischer und zugewanderter Bevölkerung. Eine weitere
Leitidee unserer Arbeit ist der Einsatz für ein Zusammenleben der verschiedenen
Menschen in Frieden.
Als Christinnen und Christen nehmen wir unsere natürliche Umwelt als Gottes gute
Schöpfung wahr. Wir sehen uns verpflichtet zu einem verantwortungsvollen und
schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Modellhaft wird dies im Bereich
der Energiegewinnung und -versorgung in der Titusgemeinde praktiziert. Ein
Blockheizkraftwerk liefert Wärmeenergie für das gesamte Gemeindezentrum und
produziert gleichzeitig Strom. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Kirchendach
erzeugt Strom aus Sonnenenergie. So nutzen wir umweltverträgliche Energie auch
als wirtschaftlichen Beitrag für unseren Haushalt. Sparsamer Umgang mit
Energie, separate Sammlung von Rest-Wertstoffen sowie die vorrangige Nutzung
von Produkten aus biologischem Anbau werden immer weiter entwickelt.
Die Bewahrung der Schöpfung verstehen wir als weitere Leitidee unserer Arbeit.
Vor dem Hintergrund dieser Leitideen begleiten wir Menschen, fördern die
Stärkung von Glauben und Gemeinschaft und öffnen uns mit unserem Glauben für
das Zusammenleben der Menschen aus verschiedenen Kulturen und Religionen in
unserem Stadtteil. Dabei hat auch die Musik, die in unserer Gemeinde gepflegt
wird, einen entscheidenden Anteil.
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