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Die Titusstiftung wurde im Jahr 2007 gegründet. Das Anfangskapital dieser
Stiftung der evangelisch-lutherischen Tituskirchengemeinde verdankt sie ihrem
ehemaligen Kirchenvorsteher Dr. Jürgen Asch.
In seinem Testament vermachte er der Gemeinde einen Teil seines Vermögens zur
Gründung einer Stiftung, die insbesondere der Pflege der Kirchenmusik dienen
soll. Darüber hinaus will die Gemeinde das Andenken an Dr. Asch ehren, indem
sie Aktivitäten unterstützt, die die Opfer der Gewaltherrschaft des
Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten läßt.
Zweck der Stiftung ist demnach die Förderung der kirchengemeindlichen Arbeit der
Titus-Kirchengemeinde, insbesondere der Kirchenmusik.
Ein erster Schwerpunkt der Arbeit der Stiftung liegt dabei auf der langfristigen
Erhaltung der Stelle eines Kirchenmusikers/ einer Kirchenmusikerin. Seine/ Ihre
Hauptaufgabe umfasst zum einen die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes,
sowie anderer Anlässe wie Taufen, Trauungen und Beerdigungen.
Außerdem gehört auch die Leitung des Titusorchesters, welches bereits bei
zahlreichen Anlässen die Freude an der Musik weitergibt, dazu.
Darüber hinaus würden wir uns freuen, im Stadtteil neue musikalische Projekte
initiieren und die Arbeit der Titus-Kirchengemeinde auf vielfältige Weise
unterstützen zu können.
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- typisch evangelisch -
sagt die Landeskirche!
Aber, was ist das, stiften?
Zunächst ist es eine Zuwendung und keine Geldanlage. Wesentlich für eine
Stiftung ist, dass sie auf Dauer angelegt ist. Es gibt Stiftungen, die
Jahrhunderte überdauert haben.
Zum anderen muss das Vermögen einer Stiftung in seiner Substanz erhalten
bleiben. Lediglich die Kapitalerträge können für den Stiftungszweck Verwendung
finden.
Wer kann stiften?
Jeder, der eine gute Sache unterstützen will;
entweder durch eine Zustiftung, die dem Kapitalsfonds zugeführt wird,
oder durch eine Spende, die unmittelbar dem Stiftungszweck dienen soll.
Und da es sich um eine gemeinnützige Stiftung handelt, sind Ihre Zuwendungen
steuerlich absetzbar.
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Dr. Jürgen Asch ist als Sohn eines jüdischen Vaters und einer gläubigen
christlichen Mutter geboren worden. In der Reichspogromnacht am 09. November
1938 verschleppten die Nationalsozialisten seinen Vater in das KZ Sachsenhausen
und brachten ihn um. Weitere Verwandte wurden in Theresienstadt und Auschwitz
ermordet. Es gelang seiner Mutter, ihn vor dem staatlichen Zugriff zu schützen.
Nach dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft änderte sich
die gesetzliche Lage und er durfte wieder das Johanneum in Lübeck besuchen.
Danach studierte er Geschichte und arbeitet später als Archivdirektor im
Niedersächsischen Staatsarchiv.
Mit seinem theologischen Wissen engagierte er sich in der Titusgemeinde
Vahrenheide auf vielfältige Weise, u.a. im ökumenischen Arbeitskreis
Bergen-Belsen und als Lektor. Aufgrund seiner persönlichen Vergangenheit war
ihm der christlich-jüdische Dialog sehr wichtig.
Von 1976 an war er 24 Jahre im Kirchenvorstand tätig, davon sechs Jahre als
Vorsitzender der Gemeinde.
Dr. Jürgen Asch hat das Gemeindeleben in entscheidender Weise mitgeprägt und
mitgestaltet. Besonders lag ihm die Musik in der Kirche am Herzen. In der
Titusgemeinde hat er erlebt, wie sie Menschen aller Altersgruppen erreicht und
ihnen das Evangelium nahe bringt.
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